Unkaputt-Bar am 17. Oktober

Am 17.Oktober geht die Unkaputt-Bar, das neue, antifaschistisches Infocafé der Antifajugend Köln in die erste Runde.

In diesem Monat beschäftigen wir uns mit dem Thema Edelweißpiraten – eine subkulturelle Bewegung aus der NS-Zeit, die Mitglieder nicht jünger oder älter als wir. Wer waren sie, wie haben sie zusammen gefunden, sich organisiert, mit welchen Probleme hatten sie zu kämpfen? Diesen Fragen wollen wir auf den Grund gehen. Im Anschluss freuen wir uns auf hoffentlich lebendige Diskussionen zu diesem und jedem anderen Thema, wenn wir gemütlich bei veganer Verpflegung beieinandersitzen.

17.10.10 / 17.00 Uhr / Kinosaal AZ Köln

mehr Infos auch bei der Antifjugend Köln

05. Oktober: Antifakundgebung in Erftstadt


Kein Vergeben den NS-TäterInnen – Kein Vergessen den NS-Opfern!
Aufruf der Antifa Erftstadt zur antifaschistischen Kundgebung am 05. Oktober 2010 in Erftstadt | 16 Uhr | gegenüber des Rathauses in Erftstadt-Liblar

Zugtreffpunkt: Köln Hbf 15:21 Uhr Gleis 8 B-C (RE 12085)

Vor der Ratssitzung am 05. Oktober wollen wir eine Kundgebung gegen den relativierenden Umgang mit NS-TäterInnen abhalten. Anlass ist die öffentliche Debatte um die Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße im Ortsteil Friesheim. Die Dichterin gilt als literarisches Aushängeschild des Nationalsozialismus und hat sich auch nach Kriegsende nicht vom Nationalsozialismus distanziert. Im Gegenteil: sie publizierte weiterhin in nazistischen Kreisen, wie z.B. in der Zeitung „Nation Europa“. Folgerichtig gilt sie auch für Neonazis noch heute als bedeutende Persönlichkeit und kann sich der Zustimmung von bspw. geschichtsrevisionistischen und antisemitischen Organisationen sicher sein – als Beispiel sei hier auf das inzwischen verbotene „Collegium Humanum“ verwiesen.

Dass eine Straße in Erftstadt nach ihr benannt ist, verwundert nicht, denn Agnes Miegel konnte- wie viele andere NationalsozialistInnen auch- in der Bundesrepublik ungebrochen Karriere machen. Zur Verantwortung wurde sie nicht gezogen, als Täterin viele Jahre lang nicht angesehen. Trotz der gegenteiligen Faktenlage sind es vor allem extrem konservative Kräfte, die auch heute noch versuchen, die Ostpreußin Agnes Miegel als „Heimattreue“ und von Hitler „Verführte“ und damit als angeblich unschuldige Mitläuferin im Nationalsozialismus zu stilisieren. Dabei war Miegel eine literarische Stütze des Nationalsozialismus. (mehr…)

Vortrag: „Der Wille zur Ausgrenzung“ in BG

zur Debatte um Thilo Sarrazin

Die in den letzten Wochen durch die in Spiegel und Bild veröffentlichen Auszüge aus dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ des Ex-Bundesbankers Thilo Sarrazin entbrannte Debatte über Migration in Deutschland offenbart erneut die rassistischen und islamophoben Vorurteile der deutschen Mehrheitsbevölkerung.
Gleichzeitig fördert Sarrazin mit seinen Auslassungen gegen Arbeitlose und andere „Unproduktive“ eine Diskussion, in der eine noch stärkere Ausbeutung der Lohnarbeit wieder offen gewünscht wird.
Das sich, laut einer Emnid-Umfrage, fast jede_r fünfte Deutsche vorstellen könnte, eine „Sarrazin-Partei“ zu wählen, macht unserer Meinung eine linksradikale Intervention umso notwendiger.

Vortrag und Diskussion zur Debatte um Thilo Sarrazin.
Donnerstag, den 23. September 2010
18:00 | Q1, Bergisch Gladbach

Veranstaltet von der Gruppe conflict.

Antikapitalismus von Rechts?

Vortragsveranstaltung mit der Bildungsinitiative Münsterland

Soziale Themen haben in der Agitation der extremen Rechten an Bedeutung gewonnen. “Sozial geht nur national” heißt das Motto einer bundesweiten Kampagne, mit der sich die NPD als einzig wirkliche Interessensvertreterin der “kleinen Leute” und „einzig authentische Anti-Globalisierungspartei“ inszenieren möchte. Neonaziaufmärsche wenden sich gegen Massenarbeitslosigkeit, die Globalisierung oder gleich gegen das ganze “System”. Die soziale Frage soll nationalisiert werden. So möchte nicht nur die NPD ihren Einfluss steigern.

Doch neben der bekannten Hetze gegen MigrantInnen (“Arbeitsplätze zuerst für Deutsche!”) sind scheinbar neue Töne zu hören. Teile der NPD, ihrer Jugendorganisation JN und vor allem die aktionistischen “Freien Kameradschaften” und “Autonomen Nationalisten” haben sich einen “Antikapitalismus von Rechts” auf die Fahnen geschrieben. Ihre historischen Bezüge sind vielfältig: Mal beziehen sie sich auf die Idee eines “Preußischen Sozialismus”, mal auf den von Hitler 1934 ausgeschalteten NSDAP-Flügel um die Brüder Strasser, mal auf die Sozial- und Wirtschaftspolitik des NS-Staates. Trotzdem erreicht dieser “Antikapitalismus von Rechts” seine Zielgruppen und verhilft der NPD zu
Wahlgewinnen. Warum das so ist, was den extrem rechte Antikapitalismus charakterisiert und auf welche historischen Vorläufer er sich stützt, soll auf dieser Veranstaltung diskutiert werden.

Dienstag | 31. August 2010 | 19.00 Uhr
Autonomes Zentrum Köln | Wiersbergerstraße 44 | Ubahn: Linie 1 u. 9 bis Kalk Kapelle

Veranstaltet von der Gruppe shutdown!

Mobilisierungsveranstaltung mit dem S4 Bündnis

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren.Das S4-Bündnis, ein Zusammenschluss aus lokalen Antifagruppen, ruft dazu auf, am ersten Septemberwochenende nach Dortmund zu kommen und gegen den Naziaufmarsch auf die Straße zu gehen.

Der Vortrag bietet einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Dortmunder Naziszene, betrachtet die aktuelle Situation und informiert natürlich ausführlich über die Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch.

Dienstag, 24. August 2010, 19:30 LC 36 (Ludolf Camphausenstr. 36 / Hans-Böckler Platz)

Organisiert vom Antifa AK Köln und der Gruppe shutdown!