Archiv der Kategorie 'news'

Filmvorführung: „Warum Israel“

“Warum Israel” (Originaltitel: Pourquoi Israël) ist ein Dokumentarfilm des französischen jüdischen Regisseurs Claude Lanzmann aus dem Jahr 1973.

Dabei nimmt das fehlende Fragezeichen im Titel es schon vorweg, “Warum Israel” ist keine Frage sondern eine Antwort. Eine Antwort darauf, was es heißt, in dem jüdischen Staat zu leben, der als Konsequenz aus der Shoah gegründet worden ist und auch heute noch Juden und Jüdinnen einen wirksamen Schutz vor dem global existierenden Antisemitismus zu bieten versucht. Mit filmischen Mitteln sowie Interviews mit verschiedenen Bürger_innen Israels wird so die Notwendigkeit Israels begründet.

Dem Film vorangestellt ist ein kurzer Vortrag der Gruppe shutdown!, welcher einige Erläuterungen zum Film darlegen wird. Im Anschluss der Vorführung wird es dann noch Raum für Diskussionen geben.

Freitag | 11. Juni 2010 | 18.00 Uhr

Autonomes Zentrum Köln | Wiersbergerstraße 44 | Ubahn: Linie 1 u. 9 bis Kalk Kapelle

Organisiert von der Gruppe Shutdown

Open Memory

An einem öffentlichen Ort in der Kölner Innenstadt werden 20 Transparente (3m x 5m) und 6 Transparente (3m x 4m)gezeigt, auf denen die Portraits, bzw. Fotografien von 1551 Personen großformatig abgebildet sind. Sechs der Transparente zeigen Roma, aus dem „Transport Z“, der 1944 von der Kaserne Malines/Nordfrankreich nach Auschwitz fuhr. Auf den anderen Transparenten sind die Portraits von 1200 jüdischen Menschen zu sehen, die 1943 mit dem so genannten “XX Transport“ von Mechelen/Belgien nach Auschwitz deportiert wurden.

Drei Ereignisse, die in einem engen Bezug zu dieser Ausstellung stehen, jähren sich im Mai 2010 in dem Zeitraum, in dem die Gedenkinstallation zu sehen sein wird:

  • das Ende des 2. Weltkrieges in Europa am 08. und 09.Mai 1945
  • am 10.Mai 1940 überfiel die deutsche Wehrmacht Belgien und
  • zwischen dem 16. und 21.Mai des selben Jahres wurden über 1000 Roma aus Köln und dem Rheinland auf dem Gelände der Kölner Messe zusammen getrieben, um sie von dort in den Osten zu deportieren.

    Die Ausstellung wird hinter dem Heinrich-Böll-Platz bis zur Hohenzollernbrücke installiert– einer hochfrequentierten Eisenbahn- und Fußgängerbrücke über den Rhein.

    Diesen Weg mussten die Roma zum Messelager und dem dort benachbarten Deportationsgleis “Deutz-Tief“ nehmen. Die atmosphärische Dichte zwischen dem historischen Ort, den Fahrgeräuschen der unentwegt über die Brücke rollenden Personenzüge und den großformatigen Portraits, war entscheidend für die Wahl dieses Platzes.

    Der Termin und der Ort in Verbindung mit den gezeigten Portraits sollen einen Hinweis darauf liefern, dass die Deportation und Ermordung ganzer Bevölkerungsteile, ohne das Prinzip “Krieg“ nicht möglich gewesen wäre.

    Dem Betrachter wird die Möglichkeit gelassen, sich gezielt oder auch zufällig dem Schicksal der dargestellten Personen zu nähern. Antworten auf die Fragen, wer sie sind, woher sie kamen und was aus ihnen geworden ist, können an einem Informationsstand in einem persönlichen Gespräch oder den angebotenen Faltblättern gefunden werden.

    Der öffentliche Raum und die Art der Präsentation erzwingen diese Auseinandersetzung jedoch nicht.

    8. bis 24.Mai 2010, Heinrich Böll Platz, Köln, vor der Hohenzollernbrücke

  • www.open-memory.info

    Yippie Yippie Yeah: Wiersbergstraße 44 besetzt!

    Es ist soweit! Eure Geduld wurde nun Lange genug strapaziert. Das Lange Sehnen und Träumen hat ein Ende. Es hat reelle Formen angenommen:

    Haus

    Köln hat ein AZ!

    …oder doch vorerst: das AZ hat ein Haus. – Nun braucht es eure Unterstützung!

    Klartext: Mit dem heutigem Datum wurde das Gebäude in der Wiersbergstraße 44 besetzt!

    Alle ab nach Köln – Kalk!

    Wegbeschreibung & Infos gibts hier.

    Köln: Nazis verteilten Flugblätter in der Stadt

    Laut eigenen Angaben haben 12 Neonazis der sogenannten „Freien Kräfte Köln“ mit Unterstützung von 4 „Kameraden“ der „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ am vergangenen Samstag auf der Hohe Straße Flugblätter für den Naziaufmarsch in Stolberg am 3. April verteilt.
    So konnten angeblich 2500 Flugblätter verteilt werden und Gespräche mit „interessierten Jugendlichen“ geführt werden. Begeistert zeigen sich die Kölner Nazis darüber, dass die Aktion „friedlich“ und „diszipliniert“ ablief. Das es keine Störaktionen von Antifaschist_innen gab, sehen die Freien Kräfte Köln als „sichtbares Zeichen für den anhaltenden Niedergang linker Strukturen sowie der steigenden Akzeptanz für nationales Gedankengut in der Bevölkerung“.
    Zudem sollen angeblich am 25. März 400 Flugblätter in Köln-Zollstock verteilt worden sein.

    Seit im April 2008 in Stolberg der Jugendliche Kevin P. von einem Staatenlosen Jugendlichen in einer privaten Auseinandersetzung erstochen wurde, marschieren dort jedes Jahr mehrere Hundert Neonazis auf, um Kevin P. zu „gedenken“, indem sie ihn zum Märtyrer stilisieren, der „aufgrund dieses Systems und des antideutschen Normalzustandes“ gestorben sei. Organisiert werden die Naziaufmärsche von den beiden Neonazis Axel Reitz (Freie Kräfte Köln) und Ingo Haller (NPD Düren).

    Gruppenfoto während der Verteilaktion:
    Darunter die Neonazis Madlen Fiedler (ganz links), Axel Reitz (erste Reihe, Mitte), Sebastian Ziesemann (erste Reihe, 2 v.r.) und René Emmerich (ganz rechts)

    Auf das Bild klicken für eine größere Ansicht

    Jörg Uckermann muss sich vor Gericht verantworten

    Aus dem Kölner Stadt Anzeiger:

    Der rechtsextreme Politiker Jörg Uckermann muss sich demnächst wegen Körperverletzung vor dem Amtsgericht Köln verantworten. „Wir haben Anklage erhoben“, bestätigte Oberstaatsanwalt Rainer Wolf auf Anfrage. Gegen den Spitzenfunktionär der Partei „Pro Köln“, der auch als Landtagskandidat für „Pro NRW“ antritt, wird nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ auch noch wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. Zudem ist sein Name im Zusammenhang mit einem möglichen Versicherungsbetrug aufgetaucht.

    Uckermann, der im Stadtrat und in der Bezirksvertretung Ehrenfeld vor allem durch sein selbstgefälliges Auftreten und wutentbrannte Ausfälle auffällt, soll am 15. Mai 2008 im Bezirksrathaus Ehrenfeld eine Frau geschubst und dann getreten haben. Am Rande einer Pro-Köln-Veranstaltung hat der rechtsextreme Politiker den Ermittlungen zufolge zunächst versucht, die junge Demonstrantin zu fotografieren. „Das dürfen Sie nicht, wieso machen Sie das?“, habe sie sinngemäß gerufen und eine Hand vor die Linse der Kamera gehalten, so die Frau zum „Kölner Stadt-Anzeiger“. Uckermann, der die Vorwürfe bestreitet, habe sie daraufhin geschubst und dann getreten.